Abschluss des Zukunftslabors Energie: Forschung, Vernetzung, Perspektiven
Das Zukunftslabor Energie präsentierte bei seiner Abschlussveranstaltung wegweisende Erkenntnisse zur Digitalisierung von Energiesystemen. Im Austausch mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wurden Transferideen diskutiert, die den Wissenstransfer in die Praxis stärken und innovative Lösungen vorantreiben.
Am 26.02.2025 präsentierte das Zukunftslabor Energie bei seiner Abschlussveranstaltung „Impulse für die digitale Energiewende: Vom Zukunftslabor Energie zur vernetzten Realität“ seine Forschungsergebnisse, setzte wichtige Impulse für die Energiewende und diskutierte diese mit Partnern aus Politik und Wirtschaft. Die Moderation übernahm Georg Blum vom Oldenburger Energiecluster „OLEC“, dem Kooperationspartner der Veranstaltung.
Zum Auftakt der Veranstaltung blickte die Sprecherin des Zukunftslabors, Prof. Dr.-Ing. Astrid Nieße (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), zurück auf die Digitalisierungsforschung im Zukunftslabor und dankte den Partnern. Eine Keynote von Prof. Dr. Jannika Mattes (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) beleuchtete die Bedeutung von Partizipation und Austausch für Digitalisierung und Energiewende. Zudem stellten Forschende und Praxispartner Transferideen vor, die in die Transferprojekte des ZDIN eingeflossen sind.
Anschließend erläuterten die Wissenschaftler*innen die Ergebnisse ihrer fünfjährigen Digitalisierungsforschung. In zwei Teilprojekten widmete sich das Zukunftslabor folgenden Themenbereichen:
Im Teilprojekt „Erforschung von IKT-Abhängigkeiten in Quartiersversorgungssystemen“ untersuchten die Wissenschaftler*innen fünf Fragestellungen in digitalisierten Energiesystemen: die Auswirkungen der gestiegenen Elektromobilität auf die Energieversorgung in Quartieren, der stabile Netzbetrieb in Energiesystemen mit fossilen und erneuerbaren Energien, die Nutzung von Flexibilitäten bei Schwankungen in der Energieversorgung, Störungen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in digitalisierten Energiesystemen sowie die Energieversorgung von Gebäuden mit unterschiedlichen Lastprofilen. Die Erkenntnisse werden in Empfehlungen zur Gestaltung künftiger Energiesysteme einfließen.
Das Teilprojekt „Entwicklung einer Plattform für die Erforschung digitalisierter Energiesysteme“ galt dem Ziel, die Energiesystemforschung und -entwicklung selbst zu digitalisieren. Dafür entwickelten die Wissenschaftler*innen eine kollaborative Forschungsplattform für die Energiebranche, die Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt und den Open-Science-Gedanken fördert. Bei der Abschussveranstaltung zeigten die Wissenschaftler*innen eine Live-Demo der entwickelten Plattform. Interessent*innen können zudem in diesem Video einen Eindruck von der Plattform erhalten.

In einer anschließenden Panel-Diskussion mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ging es um die Rolle der Digitalisierung in Quartiersenergiesystemen. Im Fokus standen marktfähige Lösungen, der Umgang mit Energiedaten sowie transparente und nutzerfreundliche Modelle. Die Beteiligten waren sich einig: Die nötigen Technologien sind vorhanden – entscheidend ist ihr konsequenter Einsatz.
Zum Abschluss der Veranstaltung zog Prof. Astrid Nieße ein positives Fazit: „Das Zukunftslabor Energie hat konkrete digitale Lösungen für die Energiewende entwickelt. Mit den Impulsen, die wir heute diskutiert haben, gehen wir jetzt die nächsten Schritte mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Forschung.“