Kickoffs der Transferprojekte
Mit den Kickoffs sind die zehn Transferprojekte des ZDIN offiziell gestartet. Interdisziplinäre Teams aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln praxisnahe digitale Lösungen, beschleunigen den Wissens- und Technologietransfer und fördern die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Anwendung.
Von der Forschung in die Anwendung: 2025 sind zehn Transferprojekte am Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) gestartet. Die Projekte entwickeln die Forschungsergebnisse der ZDIN-Zukunftslabore gemeinsam mit Praxispartnern weiter und übertragen sie in neue Anwendungskontexte. Damit werden sowohl die Kooperationen zwischen Forschung und Praxis intensiviert als auch der Austausch zwischen verschiedenen Forschungsdisziplinen. Für die Transferprojekte stellen das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung insgesamt 2,2 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zukunft.niedersachsen bereit.
Mit einer Laufzeit von zwölf bis 18 Monaten und interdisziplinären Forschungskonsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft haben die Transferprojekte einen agilen und auf Transfer ausgerichteten Fokus. Mindestens zwei wissenschaftliche Partner und bis zu sechs Wirtschaftspartner forschen Hand in Hand an konkreten Herausforderungen der Praxis. Von Oldenburg über Osnabrück bis nach Hannover, Braunschweig und Clausthal: Die Transferprojekte sind großflächig über Niedersachsen verteilt und adressieren die Branchen, die für das Bundesland von zentraler Bedeutung sind.
Zum Start jedes Transferprojektes fand ein Kickoff statt, mit dem die gemeinsame Forschung der interdisziplinären Teams aus Wissenschaft und Wirtschaft begann. Ein kurzer Einblick in die Themen- und Anwendungsgebiete macht die Vielfalt und Praxisnähe der Projekte deutlich:
Im Projekt AdAgriSpray werden KI-gestützte Sensor- und Edge-Computinglösungen entwickelt, um Pflanzenschutzmittel und Düngung umweltschonender auszubringen. Mit EasyData entsteht ein Low-Code-Werkzeug zur vereinfachten Datenerfassung in Produktionsanlagen. EKoREK erarbeitet Konzepte zur Reduktion der Energiekosten energieintensiver KMU, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. KG4MBSE unterstützt Unternehmen beim Wiederverwenden von Wissen aus modellbasierten Entwicklungsprozessen und KIARA entwickelt eine KI-basierte Wissensassistenz, die Entwickler*innen in der Fahrzeug-Elektrik-/Elektronik-Architektur entlastet. Das Projekt KI-P³ schafft datenbasierte Verfahren zur flexiblen Produkt- und Prozessplanung und OIDD verknüpft Sensordaten mit Wetter- und Forschungsdaten, um mithilfe von KI Risiken wie Hochwasser frühzeitig zu erkennen. PostureCare setzt auf Mixed Reality und Sensorik, um Pflegekräfte für ergonomisches Arbeiten zu schulen. VisionAdapt kombiniert Kamerasysteme und Maschinelles Lernen, um Zerspanungsprozesse bei kritischen Spanformen automatisiert anzupassen. Schließlich entwickelt VITAL realitätsnahe Testumgebungen für digitalisierte Stromnetze, in denen intelligente Steuerungsanwendungen für flexible Verbraucher erprobt werden.
Diese vielfältigen Ansätze bieten branchenspezifische und branchenübergreifende Impulse, um die Wettbewerbsfähigkeit Niedersachsens zu sichern und die Digitalisierung in zentralen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen voranzubringen.
Detaillierte Einblicke in die Transferprojekte bietet diese Seite des ZDIN.